Der expanded Flat ist die häufigste Flat-Variante — und die tückischste. Welle B schießt über den Start von Welle A hinaus und stellt ein neues Extrem auf, bevor Welle C umso kräftiger über das Ende von A hinaus durchbricht. Eine klassische Falle.
Wie jeder Flat folgt der expanded Flat der Unterteilung 3-3-5. Sein Unterschied zum regulären Flat steckt in zwei Übertreibungen: Welle B endet jenseits des Starts von Welle A, und Welle C endet deutlich jenseits des Endes von A. Das Muster „dehnt" sich nach beiden Seiten.
Der expanded Flat — historisch auch „irregulärer" Flat genannt — ist der mit Abstand häufigste Flat an realen Märkten. Sein Markenzeichen: Welle B überbietet das Ausgangsniveau von A und lockt Anleger in die falsche Richtung.
Erst Welle C löst die Spannung — sie bricht kraftvoll über das Ende von A hinaus und führt die Korrektur zu Ende.
Trotz der größeren Ausdehnung bleibt der innere Bau ein Flat: Welle A unterteilt sich in drei, Welle B in drei, Welle C in fünf. Schalten Sie die Unterteilung ein.
Der expanded Flat ist kein eigener Strukturtyp, sondern eine Spielart des Flats. Die 3-3-5-Zählung bleibt erhalten — nur die Längenverhältnisse von B und C sind ausgeprägter.
Dass Welle A ein Dreier ist, bleibt das entscheidende Indiz: Es trennt jeden Flat — ob regulär oder expanded — vom Zigzag.
Das Herzstück des expanded Flats: Welle B läuft über den Start von Welle A hinaus — sie erzeugt ein scheinbar neues Hoch und lockt in die Falle. Ziehen Sie Welle B in die rote Zone und beobachten Sie, wie das Muster „expanded" wird.
Wenn Welle B über das vorherige Hoch steigt, sieht es aus, als setze der Trend seinen Weg fort. Tatsächlich ist es das Gegenteil: Das neue Extrem ist eine Falle — kurz darauf reißt Welle C den Kurs in die andere Richtung.
Typische Fibonacci-Größe von Welle B im expanded Flat: 1,236 bis 1,382 × Welle A. Das Überschießen ist also messbar und oft begrenzt.
Welle C des expanded Flats läuft nicht nur über das Ende von A hinaus, sondern erreicht häufig ein Fibonacci-Vielfaches von Welle A. Stellen Sie das Verhältnis ein — die typischen Marken sind hervorgehoben.
Die gängigen Marken sind C = A (Untergrenze), C = 1,618 × A (häufigster Fall) und C = 2,618 × A (besonders gestreckt). Sie liefern Zielzonen für das Ende der Korrektur.
Üblicherweise wird Welle C vom Ende von Welle B aus gemessen. Weil B bereits über den Start von A hinausragt, endet C dadurch umso weiter jenseits des Endes von A.
Drei Merkmale, an denen Sie ihn erkennen.
Wie jeder Flat: A und B sind Dreier, C ist ein Fünfer. Die Zählung bleibt erhalten.
Welle B stellt ein neues Extrem auf (≈ 1,236–1,382 × A) — eine Falle entgegen dem Trend.
Welle C läuft deutlich über das Ende von A hinaus — oft 1,618 × A. Die häufigste Flat-Form.